Tigernüsse, auch Erdmandeln genannt, sind in Deutschland noch wenig bekannt. Die Pflanze von ca. 60 bis 80 cm Wuchshöhe stammt aus dem Mittelmeerraum und gehört zur Gattung der Zyperngräser. Wichtiger Bestandteil ist jedoch die ölhaltige Knollenfrucht, die vor allem in Frankreich und Spanien zum fast alltäglichen Lebensmittelverzehr gehört.
Anbau & Ernte
Ausgesät werden die Tigernüsse zwischen März und April. Die Ernte erfolgt im Zeitraum Oktober bis Dezember. Ein Hauptanbaugebiet ist das spanische Valencia, wo bei genügend Bewässerungsmöglichkeiten und bei einem mildem Mittelmeerklima ein prächtiges Gedeihen der Erdmandeln gewährleistet ist.
Wobei die Tigernüsse in einigen Ländern als Unkraut gelten und mit Unkrautvernichtungsmitteln stark bekämpft werden. Zumal sie die Eigenschaft besitzen, eigentlich heimische Getreidesorten sehr stark zu verdrängen.
Nussgeschmack
Die Tigernüsse sind geschmacklich mit Haselnüssen oder Mandeln vergleichbar, jedoch etwas süßlicher. Man kann aus ihnen sogar eine äußerst nahrhafte Erdmandelmilch herstellen. Ebenfalls ersetzen sie beim Backen sämtliche Nüsse, auch Kokosnuss und bringen dadurch mehr Abwechslung in die Kuchenrezepte.
Grundsätzlich jedoch bestehen sie aus viel Fettstoffen, Stärke und Eiweiß. Ferner enthalten sie ungesättigte Fettsäuren, Linolsäure, Vitamin H und Rutin sowie einige Mineralstoffe.
Heute sind Tigernüsse in hervorragender Bio-Qualität im Fachhandel erhältlich. Bis zu 2 Esslöffel gemahlene Tigernüsse täglich sind für eine ballaststoffreiche Ernährung vollkommen ausreichend. Blanchiert und geschält können die Tigernüsse aber auch im Ganzen verzehrt werden.
Übrigens sollen Tigernüsse auch Diätvorhaben positiv unterstützen!
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