Wer auf Partnersuche ist, ist schon lange nicht mehr auf den Zufall angewiesen. Gab es in früheren Zeiten die gute alte Kupplerin oder Arrangements zur Hochzeit durch die Eltern und Familien, gibt es heutzutage vielerlei Möglichkeiten und einen riesigen Markt verschiedenster Angebote, um den Single unter die Haube zu bringen.
Unkonventionell und unauffällig
Dabei gilt die Faustregel: Je unverkrampfter die Situation, desto unverkrampfter auch das Kennenlernen. Daher sind Blind-Dates durch eine Kontaktanzeige oder durch Kuppelei von Freunden oder auch Massenevents wie Speed-Dating gar nicht so gut geeignet, um einen neuen Partner zu finden, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Denn setzen diese Methoden zwar theoretisch richtig voraus, dass beide das Gleiche wollen, kann das praktisch aber ganz schnell anders aussehen. Dann wird die Situation eher unangenehm, beide sitzen sich gegenüber und denken das Eine aber sagen aus reiner Höflichkeit was Anderes. Unangenehmes Schweigen, Enttäuschungen und Peinlichkeiten sind da fast schon vorprogrammiert, da solche Veranstaltungen schnell zur „Fleischbeschau“ verkommen. Singles und Alleinstehende, die das ausprobiert haben, sagen nachher häufig, dass sie es nicht wieder tun würden und wenn sich doch mal ein Pärchen findet, haben sie nicht die allerromantischste Geschichte zu erzählen, falls mal jemand die obligatorische Frage stellt: „Und wie habt ihr euch kennengelernt?“
Der Markt wächst
Es gibt immer mehr Singles in Deutschland. Und nicht nur die Partnersuche wird für viele zum Problem. Erhöhte Mobilität und häufige Umzüge durch den Job sind häufig dafür verantwortlich, dass man Freunde zurücklassen muss und in einer neuen Stadt neue Freunde suchen muss. Der Beruf lässt dabei kaum Zeit, um außerhalb der Arbeitsstelle neue Leute kennenzulernen. Jedoch können sowohl Singles als auch Paare auf neue Menschen treffen und dabei auch unverbindlich Ausschau nach einem neuen Partner halten, wenn sie an sogenannten rotierenden Dinnerabenden teilnehmen, die Fremde zusammenbringen und vielleicht Freunde aus ihnen machen. Und selbst wenn der Koch Dating nicht als oberste Priorität hat, sind pro Gang und Dinner jeweils vier neue Gäste da, unter denen sich bestimmt mindestens einer findet, mit dem man ins Gespräch kommt und bei dem es vielleicht auch für mehr reicht.
Besondere Atmosphäre garantiert
Denn in gemischter Runde, mit Pärchen und Singles, bei einem leckeren Essen und einem schönen Glas Wein, lassen sich gute Gespräche führen und unauffällig auch die partnerschaftlichen Qualitäten abtasten. Nach drei oder mehr Gängen in jeweils verschiedenen Wohnungen, kommen schließlich alle Teilnehmer zur Abschlussfeier zusammen. Durch das ausgeklügelte System kennen sich dann schon fast alle Gäste untereinander und gelassene Gespräche mit den besonders sympathischen Gästen lassen sich dann zwanglos wieder aufnehmen. Und dass es dabei dann auch, aber nicht nur um Kochrezepte geht, ist eine der Besonderheiten an dieser Form des Kennenlernens.
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