Arbeitszimmer, Partnerschreibtisch, Großraumbüro oder Home Office – immerhin 17 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten in einem Büro und für eine gute Arbeitsatmosphäre ist dort vor allem das zwischenmenschliche Klima von Bedeutung. Das ewige Gerangel um die passende Raumtemperatur und frische Luft gerät da schnell zum Running Gag, solange die übrige Kommunikation untereinander stimmt. Pflanzen aber nehmen ebensolchen Einfluss auf das tägliche Miteinander wie uns auch die alltäglichen Arbeitsgeräte in unserem Gefühl der Wertschätzung positiv oder negativ gestimmt prägen können. Wer hätte das gedacht?
Im Computermuseum in Paderborn widmet man sich über drei Etagen historischen und modernen Formen der Kommunikation: Von den ersten in Stein gemeißelten Schriftzeichen der Steinzeit bis zu unserem heutigen, filigranen Firmeninventar. Ein Reise durch die Vergangenheit beginnt, wenn man die 6.000 m² Ausstellungsfläche anhand seiner Geschichte entlang wandelt. Manches, wie die aufwendigen Stecksysteme alter Telefonvermittlungsanlagen mag im heutigen Computerzeitalter seltsam anmuten, denn unsere digitalen Erlebniswelten der mobilen Kommunikation, Robotik und Digitalisierung bedeuten einen Quantensprung, wenn nicht gar eine Revolution in der technischen Entwicklung der Bürogeräte. Wussten Sie aber, dass es das @-Zeichen bereits 1896 gab?
Mehr als bloß ein Gadget
Was für die einen technischer Firlefanz sein mag, kaum mehr als ein Werkzeug, welches uns die alltägliche Arbeit erleichtern soll, so ließ sich in Umfragen des Marktforschungsinstituts TNS Infratest doch nachweisen, dass die zufriedenstellende Ausstattung eines Büros nicht bloß Auswirkungen auf die technische Produktivität der Mitarbeiter hat. Die ordentliche Arbeitsausstattung steigert außerdem die Motivation der Mitarbeiter. Durch den möglichen Umgang mit modernen Geräten fühlen sie sich und ihre Leistung für die Firma ernst genommen.
Ein ständiges Auf und Ab
Die meisten von uns arbeiten tagtäglich im Sitzen, das Pausenverhalten wurde spätestens mit der flächendeckenden Umsetzung des Rauchverbots in öffentlichen Gebäuden rückläufig, dabei ist es so wichtig, auch im Büro regelmäßig den Hintern hoch zu bekommen. Ein ergonomischer Stuhl und die richtige Arbeitshaltung sind ein guter Anfang, damit die Risiken von Haltungsschäden und Spannungsschmerzen zumindest eingedämmmt werden, aber zuviel Sitzen an sich ist schon ungesund. Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes werden so gefördert und das Sterberisiko steigt. Ärzte raten daher zu stündlichen Auflockerungsübungen im Stehen oder Gehen und wenn es nur der fußläufige Weg zur Postausgangsstelle ist – nutzen Sie die Möglichkeiten!
Grüne Daumen hoch!
Lebendige Pflanzen wirken sich nicht bloß psychisch positiv auf die Arbeitsgemeinschaft aus, sie erhöhen zudem die Luftfeuchtigkeit und filtern Schadstoffe, sodass diese zu Boden sinken und nicht eingeatmet werden können. Ein Herz für die blättrigen Mitinsassen ist also angesagt, denn möglicherweise ignorierte und sträflich vernachlässigte Exemplare wirken wenig stimmungsvoll.
RSS